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Gemeinsam unterwegs in Südtirol im
Juni 2010
Unter dem geistlichen Beistand und der organisatorischen Führung
von Pfarrer Andreas Macho und
Pfarrer Stefan Ziellenbach machten sich am
vergangenen Montag 50 Wallfahrer aus der Seelsorgeeinheit
Vorderes Härtsfeld/Oberes Kochertal gemeinsam auf den Weg nach
Südtirol.
Mit Gottes Segen auf dem Weg, gestärkt durch frische Brezeln und
Wecken, sowie mit Liedern und Gebeten aus dem für die Wallfahrt
zusammengestellten und an alle Teilnehmer ausgeteilten
Wallfahrtsheft bedeutete gemeinsam loslassen, gemeinsam auf dem
Weg sein, gemeinsam ankommen.
Als Pilger konnten die Wallfahrer nach der Fahrt über die A7,
über Fernpass, vorbei an Innsbruck und nach einer Mittagspause
in Sterzing, in der Stiftskirche im Kloster Neustift mit Pfarrer
Macho und Pfarrer Ziellenbach ihren ersten gemeinsamen
Gottesdienst feiern. Mit einem gemeinsamen Abendessen und
anschließendem geselligem Beisammensein wurde das Basisquartier
für die nächsten vier Nächte im Herzen von Brixen eingenommen.
Bei einer Stadtführung am nächsten Morgen konnten Kultur und
Geschichte der liebenswerten Bischofstadt Brixen
näher kennengelernt
werden. Besonders der Dom und der angrenzende Kreuzgang und die
Hofburg der ehemaligen Fürstbischöfe der ältesten Stadt Tirols
beeindruckte die Wallfahrer. Der Höhepunkt des zweiten
Wallfahrtstages aber war ein Marien-Wallfahrtsort in den Bergen.
Mit viel Geschick brachte der Busfahrer die Wallfahrer über
zahlreiche Kehren zu dem Wallfahrtsort Maria Weissenstein auf
1520 m Meereshöhe. Der Ursprung des Wallfahrtsortes liegt im
Jahre 1553, als die Jungfrau Maria dem Leonhard Weißensteiner
erschien, um ihn von seiner Krankheit zu heilen. In der Kirche
finden wir das Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes mit dem
toten Sohn auf ihrem Schoß. Unvergesslich wird allen Wallfahren
mit Pfarrer Macho und Pfarrer Ziellenbach der Gottesdienst
bleiben bei dem die Pilgergruppe mit voller Innbrunst die alten
und neuen Marienliedern vor brachte.
Auch am folgenden Tag ging es wieder in die Berge. Übers Grödner
Tal, vorbei an St. Ulrich, in die Dolomiten zum Geburtshaus des
„Neuen Heiligen“ Josef Freinademetz. Er wurde am 15. April 1852
in Oies, einem kleinen Weiler in den Südtiroler Dolomiten
geboren, besuchte das Priesterseminar in Brixen und wurde am 25.
Juli 1875 zum Priester geweiht. Er war ein katholischer
Ordensmann der zuerst in seiner Heimat wirkte und sehr beliebt
war, dann aber Chinamissionar wurde. Er starb am 28. Januar 1908
in Taikia im Kaiserreich China. Am 5. Oktober 2003 wurde er
heilig gesprochen. Nach der Besichtigung des Museums feierten
die Wallfahrer in der Neuen Kapelle eine heilige Messe.
Die Rückfahrt nach Brixen führte durch das Pustertal.
Das Felsenheiligtum San Romedio sollte am vierten Wallfahrtstag
das Ziel sein. Vorbei an Bozen, über den schmalen Mendelpass ins
Trentino steuerte der Busfahrer die Wallfahrer gekonnt bis zu
der versteckt zwischen den Felsen in der Nähe von Sanzeno im
Non-Tal (Südtirol) liegenden Wallfahrtsstätte auf dem Felsen San
Romedio. Das erste Gebäude der Wallfahrtsstätte wurde auf einem
Felsenvorsprung als Gedächtniskapelle auf dem Grab des Hl.
Romedius angelegt, der als Einsiedler gegen Ende des X.
Jahrhunderts auf dem Felsen lebte. Über unendlich viele Treppen
pilgerten die Wallfahrer zu einer Kapelle und feierten gemeinsam
die Heilige Messe. Im Anschluss an den eindrucksvollen
besinnlichen Aufenthalt in San Romedio führte die Reise weiter
zum Lago di Molveno, einem See im Trentino, Italien auf der
Ostseite der Brenta. Nach einem eindrucksvollen Aufenthalt und
erfolgreichen Mittagessen ging es wieder zurück nach Brixen.
Beim Hubenbauer in Vahrn erreichte der gesellige Teil der
Wallfahrt seinen Höhepunkt. So richtig gut zusammengewachsen,
perfekt aufeinander abgestimmt erreichte die Wallfahrtsgruppe
ihre Bestform. Nach einem erstklassigen Abendessen, besten
Getränken und Musik von handgemacht spielte sich die Gruppe in
die Herzen der Gastgeber.
Der Abschied in Brixen fiel trotzdem nicht schwer. Es fuhren ja
wieder alle mit nach Hause. Der Weg führte nach einem
zweistündigen Aufenthalt in Meran und einer Messe in der
Lourdeskapelle in Laas über den Fernpass und die A7 wieder nach
Hause.
Als Seelsorgeeinheit sind wir so ein Stück mehr
zusammengewachsen. Das macht Mut für weitere gemeinsame Wege,
für weitere gemeinsame Wallfahrten!
Gertrud Gutknecht
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