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Mit der Fertigstellung des
Gemeindezentrums Rupert-Mayer-Haus 1967 konnte auch unser katholischer
Kindergarten St. Michael seinen Betrieb in eigenen Räumen aufnehmen,
nachdem er Jahre zuvor provisorisch untergebracht war.
Unsere Pfarrgemeinde hatte
in diesen Jahren eine alte Tradition wieder aufgenommen und einen Kindergarten
in eigener Trägerschaft begonnen.
Derzeit wird der Kindergarten
mit zwei Gruppen geführt und es werden flexible Öffnungszeiten
angeboten.
Freitagnachmittag geschlossen.
Nähere Einzelheiten
erfahren Sie bei Kindergartenleiterin
Frau Kerstin Minder, Tel. 07364/7400
GEMEINDEVERSAMMLUNG am Mittwoch, 24.
Februar 2010, 19.30 Uhr im Rupert-Mayer-Haus
Am Mittwoch, 24. Februar, versammelten sich
ca. 100 Mitglieder unserer Kirchengemeinde im Rupert-Mayer-Haus,
um sich aus erster Hand über bevorstehende wichtige Vorgänge
informieren zu lassen.
Pfarrer Macho zitierte nach der Begrüßung aus
der Kirchengemeindeordnung, die Gemeindeversammlung solle „das
allgemeine Interesse am Leben der Kirchengemeinde fördern und
deren Gemeinschaft pflegen“, ließ aber dann sehr schnell die
Sprecher der beiden Tagesordnungspunkte zu Wort kommen.

Architekt Arne Wetteskind aus Ellwangen
stellte die Planungen zum Umbau des
Kindergartens St. Michael vor. Seit 1964 wird der
Kindergarten ohne größere Veränderungen des Gebäudes betrieben,
dies ist somit in die Jahre gekommen. Die Möglichkeit, diesen
Zustand zu besichtigen, hatten einige der versammelten
Gemeindemitglieder vor der Versammlung wahrgenommen. Das Gebäude
selbst weist keine bautechnischen und bauphysikalischen Mängel
auf, die Substanz ist also in Ordnung, die Lebensdauer des
Innenausbaus ist allerdings überschritten, d. h.
Elektroinstallation, Sanitäreinrichtungen usw. entsprechen nicht
mehr dem Stand der Technik, müssen also bei der Sanierung bis
auf den Rohbau zurückgebaut werden. Ebenso haben sich die
pädagogischen Anforderungen an den Betrieb eines Kindergartens
weiterentwickelt und mittlerweile sind von Landesseite ein
Orientierungsplan und von Seiten des Bistums der Rottenburger
Kindergartenplan zu beachten und deren Vorgaben zu erfüllen.
Sowohl diese Vorgaben als auch die Erweiterung
um eine Gruppe für die Betreuung unter Dreijähriger erfordern -
moderate - Änderungen des Raumprogramms, die durch die
Einbeziehung einer kleinen Wohnung im Erdgeschoss des der Straße
zugewandten Gebäudeteils erfüllt werden können, so dass von
außen keine großen Änderungen erforderlich sind. Daraus ergeben
sich Gesamtkosten von 748.000 € für den Innenausbau plus 164.000
€ für die Sanierung im Außenbereich. Anders aufgeteilt entfällt
von den insgesamt 912.000 € auf die Erweiterung mit der „Krippe“
ein Betrag von 127.000 €.
Die Bauzeitenplanung sieht eine Umsetzung in
29 Wochen vor. Geplanter Baubeginn ist Mitte April 2010. Ziel
ist, im November den Betrieb des Kindergartens in den sanierten
Räumen wieder aufzunehmen, wobei gewisse Unwägsamkeiten, wie die
Lieferung von Bauelementen, Trocknung des Estrichs und nicht
zuletzt die Erteilung der Baugenehmigung diese Zeit verlängern
können.
Im Anschluss an diese Ausführungen wurden aus
der Gemeinde Fragen gestellt. Ist der Bedarf für „Krippenplätze“
vorhanden? Es wurde auf das ebenfalls erweiterte Kinderhaus
hingewiesen. Die Antwort ist „Ja“. Die zehn Plätze für die
Betreuung unter Dreijähriger sind in der vom Gemeinderat der
Stadt beschlossenen Bedarfsplanung enthalten. Derzeit zeichnet
sich eher ab, dass die Nachfrage höher als die Planung sein
könnte.
Wie ist die Finanzierung gesichert und welche
Lasten treffen die Kirchengemeinde? Ein Finanzierungsplan wurde
vom zuständigen Verwaltungszentrum Aalen aufgestellt und vom
Bischöflichen Ordinariat genehmigt. Der von der Kirchengemeinde
zu erbringende Eigenanteil beläuft sich auf ca. 310 000 €. Zum
Betrieb der erweiterten Einrichtung werden ca. 2,5
Personalkapazitäten aufzubauen sein, was zu Mehrkosten für die
Kirchengemeinde von 25.000 €/Jahr führen wird. Durch die
Sanierung sollen die Betriebskosten für das Gebäude allerdings
um mindestens 20 % reduziert werden, so dass ein Teil der
höheren Personalkosten durch die Sanierung ausgeglichen wird.
Dr. Josef Distl
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