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Weihnachtsgrüße nach Kariobangi
Liebe Freunde in Kariobangi!
Wir grüßen euch ganz herzlich aus Oberkochen
und wünschen Gottes Segen und Freude zum bevorstehenden
Weihnachtsfest und für das Neue Jahr 2012.
Wir danken für die freundliche Aufnahme
unserer Delegation im Sommer diesen Jahres in Kariobangi. Die
Erinnerungen daran sind bei uns noch sehr lebendig und in
verschiedenen Vortragen mit Bildern haben die Menschen in
unserer Pfarrei einen Eindruck vom Leben in Kariobangi bekommen.
Wir freuen uns schon auf die Begegnungen anlässlich des
30-jährigen Jubiläums im kommenden Jahr in Oberkochen, wenn ihr
uns besuchen kommt.
Grüße aus Kariobangi - Reisebericht
2011
Vom 26. August bis 5. September war eine Gruppe von St. Peter
und Paul in unserer Partnergemeinde Kariobangi in Kenia. Wir
dürfen Ihnen alle herzliche Grüße übermitteln – vor allem von
Pfarrer Paulino Mondo.
Frau Paula Weis hat über ihre Tätigkeit bei den Combonis in
Ellwangen die nötigen Kontakte und konnte so eine Reise
organisieren, die viel bewegt hat. Begegnungen von Mensch zu
Mensch haben die Verbindung nach Afrika vertieft. Persönliche
Erfahrungen bei der Wahrnehmung der Lebensbedingungen in diesem
Slum von Nairobi sind nicht leicht weiterzugeben. Trotzdem
wollen wir versuchen, die ganze Kirchengemeinde im Rahmen
unseres Kirchweihfests erfahren zu lassen, was unsere Partner
bewegt, wie sie leben und wie ihr Alltag aussieht. Im Rahmen des
Programms am Samstagabend werden durch Bilder und kurze Filme
die Probleme, aber auch die frohen und schönen Seiten zur
Sprache kommen.
Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse wecken könnten und
die Begeisterung für Kariobangi neue Motivation erhält. Denn
dann können wir mit neuen Impulsen auf das Jubiläum des
kommenden Jahres zugehen: 30 Jahre Partnerschaft Kariobangi und
Oberkochen!
Auf unserem Besuch haben wir erfahren dürfen, wie viel Gutes in
diesen Jahrzehnten gewachsen ist. Herzliches Vergelt’s Gott
allen, die da ihren Beitrag geleistet haben. Das ist uns
Bestätigung für all die Anstrengungen und die
Spendenbereitschaft in der Vergangenheit, aber wir dürfen so
auch zuversichtlich in die Zukunft gehen –
verbunden als Partner über die Grenzen von Kontinenten
hinweg.
Am Abschluss unserer Reise sind wir mit der Vorfreude
verabschiedet worden, dass nächstes Jahr eine Delegation aus
Kariobangi uns besuchen wird. Es wäre schön, wenn so persönliche
Kontakte und Freundschaften dieses Miteinander beleben und
vielleicht in nicht zu ferner Zukunft wieder einmal von uns eine
Gruppe dort einen Gegenbesuch abstatten könnte.
Freude über Besuch von Pater Mario Porto.
Am 18./19. Juni
gab
es ein herzliches Wiedersehen mit Pater Mario Porto, der mit
unserer Gemeinde seit vielen Jahren verbunden ist.
Wir
konnten
ihn und
seinen Mitbruder Hans Eigner aus Ellwangen
zu den Gottesdiensten begrüßen. Sowohl in der Predigt, als auch
bei der Stunde der Begegnung am Samstagabend im
Edith-Stein-Haus, erfuhren wir viel Neues, viel Erfreuliches
aber auch Nachdenkliches aus unserer Partnergemeinde Kariobangi.
Auch wenn sich die Lebenssituation der Menschen in unserer
Partnergemeinde in den letzten Jahren etwas verbessern konnte,
so sind doch weiterhin viele Projekte auf unsere Unterstützung
angewiesen: z. B. werden zahlreiche Kinder
mit Schulspeisung versorgt, es werden Lehrmaterial und
Schuluniformen bereitgestellt usw. Nur über die Bildung und
Ausbildung ist eine wirkliche Zukunftsperspektive für diese
Kinder und Jugendlichen gegeben. Die Gemeindemitglieder in
Kariobangi sammeln von ihrem wenigen Geld, das
sie zur Verfügung
haben, für den Neubau der Kirche St. Martin, da die alte Kirche
aus allen Nähten platzt (etwas, was wir uns schon gar nicht mehr
vorstellen können) - auch dafür ist weiterhin unsere
Unterstützung notwendig.
Erfreulich war zu hören, dass die Aids-Neuerkrankungen
zurückgehen,
jedoch benötigen viele Tausende Erkrankte lebensnotwendige
Medikamente, die ebenfalls mit finanzieller Unterstützung aus
Oberkochen gekauft werden können. Pater Mario erzählte mit
großer Freude und mit Engagement von den Menschen in unserer
Partnergemeinde.
Sicherlich haben sich alle Kirchenbesucher und die
erfreulicherweise zahlreich erschienen Besucher im
Edith-Stein-Haus davon mitreißen und erneut für Kariobangi
begeistern lassen!
Frau Paula Weis konnte Pater Mario einen Scheck über 400 €
überreichen, ein stolzer Betrag, der aus den Eine-Welt-Verkäufen
in unserer Pfarrkirche erwirtschaftet wurde. Das ist Ihr
Verdienst, liebe Käufer/Innen unserer Produkte aus fairem
Handel! Ein herzliches Dankeschön Ihnen allen dafür!
Ihre MEF-Gruppe

Weihnachtsgrüße von Kariobangi
(Dezember 2010)
Meine lieben Freunde,
ich grüße Euch mit ganzem Herzen! - Es ist in
der Tat schon lange her, dass ich nichts von mir habe hören
lassen: jetzt ist die Zeit gekommen!
Ich muss immer Gott danken für Eure
Freundschaft, Euer Glaube, dass Ihr mich dem Herrn in Erinnerung
bringt und zuletzt für die Unterstützung, die Ihr mir in
verschiedener Form gegeben habt, so dass ich die vielen
missionarischen Aktivitäten weiterführen konnte, zu welchen der
Herr mich gerufen hat. Meine Dankbarkeit hat Euch manchmal mit
meinen Worten erreicht, aber meistens mit meinen Gedanken im
Gebet für Euch alle.
Ich bin bis jetzt 17 Jahre hier in Kariobangi
und ich muss Gott danken für diese lange und aktive Zeit von
meinen Leben, an diesem Ort und unter diesen Menschen. Ich werde
die Gelegenheit haben, einen Erneuerungskurs in Rom mitzumachen,
organisiert für uns Comboni-Missionare, vom 7. Januar bis Ende
Mai 2011. Es sind mehr als 25 Jahre, dass ich keine so lange
Zeit hatte, um über meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
nachzudenken. Ich habe kürzlich meinen 70. Geburtstag gefeiert
und ich möchte diesen Kurs als eine Gnade ansehen, neu
aufzubrechen in meinem Leben, ob für kurz oder lang, je nachdem.
Ich teile Euch mit, dass ich am 20. Dezember
nach Italien zurück fliege. Zuerst werde ich einige Tage zu
Hause verbringen um meinen Vater zu sehen. Mit seinen 101 Jahren
macht er voll Freude weiter, aber am 7. Januar werde ich in Rom
sein. Ich werde hier bis Ende Mai bleiben (denken Sie, dieses
Geschenk: der Abschlussmonat von diesem Kurs wird eine
Pilgerreise auf den Fußspuren von Comboni nach Ägypten und ins
Heilige Land sein).
Es ist bereits Advent und Weihnachten wird
bald hier sein. Ich werde mich an Euch in diesen Tagen erinnern,
und ich werde Euch in dieser seligen Weihnachtszeit näher sein,
in der Christus uns beide als Christen und als Menschen erneuern
kann, uns wieder die Freude und die Kraft geben der Solidarität
mit jedem, besonders mit den Ärmsten.
Danke!! Wir sehen uns bald oder zumindest
später.
Mit herzlichen Grüßen
Euer P. Mario Porto
Weihnachtsgrüße nach Kariobangi
Lieber Pater Mario,
liebe Freunde in Kariobangi!
Wir grüßen Euch ganz herzlich aus Oberkochen
und wünschen Gottes Segen und Freude zum bevorstehenden
Weihnachtsfest und für das Neue Jahr 2011.
Wir danken Ihnen, Pater Mario, für all das,
was Sie bisher vor allem in Kariobangi mit Gottes Hilfe zur
Verbesserung der Lebensbedingungen erreicht haben. Wir freuen
uns mit Ihnen über Ihren Heimaturlaub und über die Chance, in
Rom über einen längeren Zeitraum inne halten zu können, um
Rückblick zu halten, um sich auf sich konzentrieren zu können -
und um in sich hinein hören zu können, was Gott als nächstes mit
Ihnen vorhat.
Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes
Weihnachtsfest zu Hause und eine gute Zeit in Rom. Wir sind uns
sicher, dass so ein humorvoller und aktiver Mann mit all seiner
Erfahrung im Umgang mit den armen Menschen in Afrika und mit uns
hier in Europa eine passende Aufgabe finden oder erhalten wird,
in der er weiterhin so großartig zum Wohl der Menschen und zum
Wohle Gottes wirken kann.
Ein Brief von Pater Mario zu dem Tuch mit den Handabdrücken
(September 2010)
Lieber
Pfarrer Andreas und alle Freunde in Oberkochen,
mit Freude
haben wir in Kariobangi Euer Tuch mit den Handabdrücken
erhalten, als ein Zeichen unserer beständigen Erinnerung und
Partnerschaft. Es ist sehr schön und es wird eine Erinnerung
sein für alle kommenden Generationen hier in Kariobangi, von dem
großartigen Vertrauen und der Liebe von den Menschen in
Oberkochen. Wir danken Gott dafür!
Ich nehme an, dass Sie/Ihr in diesen Tagen
das Tuch sehen werdet, welches wir zurück gesandt haben, mit den
Handabdrücken von verschiedenen Menschen: Jugendliche, Waisen,
Mitglieder vom Pfarrgemeinderat etc.
Wir wünschen, dass es eine
Erinnerung sein möge an unsere Verbundenheit im Gebet und der
Solidarität zwischen unseren Pfarreien. Möge der Herr es uns
möglich machen und die Kraft geben, treu zu sein in unseren
Aufgaben.
In dieser
Zeit haben wir in Kariobangi Wahlen von den Leitern der „Kleinen
Christlichen Gemeinschaften“, von den Mitgliedern des Rates der
Region und des Pfarrgemeinderates: Veränderungen werden
stattfinden und wir hoffen das Beste.
Es gibt Veränderungen auch in der Nation von
Kenia, die eine Verfassung und eine neue Struktur der Regierung
erhalten hat. Doch wir sehen, dass das, was am meisten benötigt
wird, ist die Veränderung in den Herzen und Gedanken der
Menschen: Was ich meine ist ein Aufruf, welcher einer
christlichen Bekehrung entspricht, die immer und für jeden
Menschen notwendig ist.
Wir denken
an jeden von Ihnen im Gebet und Freundschaft. Mit Dankbarkeit
verbleibe ich,
Ihr P.
Mario
Unser Tuch mit den Oberkochener
Handabdrücken in Kariobangi (Juli 2010)
Einen Handabdruck für Kariobangi (3. Juni 2010)
An
Fronleichnam
wurde beim Gemeindefest die Aktion „Einen Handabdruck für
Kariobangi“ durchgeführt.
Die Idee war: Viele Hände mit Fingerfarben
bunt bemalt auf ein Tuch zu drucken, als Zeichen der
Freundschaft und Verbundenheit mit unserer Partnergemeinde in
Kariobangi. Für diese Aktion wurden zwei Tücher bedruckt, einmal
mit unserer Pfarrkirche darauf und mit Grüßen aus Oberkochen,
auf dem zweiten Tuch ist die Kirche in Kariobangi abgebildet.
Dieses Tuch werden die Menschen in Kariobangi für uns mit ihren
Händen bedrucken und nach Oberkochen wieder zurückschicken.
Anfang Juli werden die Tücher nach Kenia an P. Mario Porto
gesandt.
Die beiden Tücher wurden für den Gottesdienst
an Fronleichnam in der Kirche aufgestellt. Herr Pfarrer Macho
wies in seiner Predigt auf diese Aktion hin und ging besonders
auf die auf dem Tuch abgedruckten Sätze ein.
„We want to learn from each other – wir wollen von einander
lernen
We pray for each other – wir beten
für einander
We help each other – wir helfen
einander”.
Im Jugendraum der Evangelischen Kirche trafen
sich im Laufe des Nachmittags Kinder, Jugendliche und viele
Erwachsene, um bei dieser Aktion mitzumachen. An einer Bildtafel
konnte man sich Bilder von Kariobangi anschauen und so sich über
das Leben in unserer Partnergemeinde informieren.
Am Abend war das Tuch voll bedruckt mit
bunten Händen. Diese Aktion hat allen sehr viel Freude und Spaß
gemacht.
Ein Brief aus Kariobangi von Pater
Mario (Mai 2010)
Meine lieben Freunde von Oberkochen,
Grüße an Euch und an Eure Lieben!
Ihr habt Euch sicherlich gewundert, warum ich
solange nichts von mir habe hören lassen und ich schulde Euch
eine Erklärung, weil ich Euch vielleicht als undankbarer Freund
erscheine, wenn man bedenkt, was Ihr alles für mich getan habt,
um die Menschen in Kariobangi zu unterstützen, zwischen denen
ich lebe.
Das Jahr 2010 begann mit großen Hoffnungen,
aber sofort fand ich mich in einem Meer von Aufgaben, vor allem
weil in Kenia das Schuljahr im Januar beginnt.
Die Kinder vom Watoto Wetu Zentrum (d. h.
übersetzt: Unsere Kinder) und von St. Martin, die entweder
Waisen oder sehr arm sind, haben sofort meine ganze
Aufmerksamkeit verlangt, um sie auf den Übergang in die
Sekundarstufe vorzubereiten. All die Zahlungsaufforderungen von
Schulgebühren, Büchern, Schuluniformen etc. haben mich sehr
gefordert, als hätte ich unzählige Söhne und Töchter zu
unterstützen. Darüber hinaus mussten wir die Speisungen für all
die anderen und vor allem für die Oberschule von „Our Lady of
Fatima“, welche durch unsere Pfarrei unterstützt wird, wieder
organisieren. Alle unsere Waisen und armen Schüler nehmen am
großen Schulspeisungsprogramm teil.
Außerdem bin ich Vorsitzender zweier
Schulgremien mit unzähligen Besprechungen.
Dazu kommt, dass ich die
Finanzen von der Pfarrei und von meiner Comboni-Gemeinschaft
leite,
außerdem die Planung
mit den drei Schwestergemeinschaften, (Comboni-Schwestern,
Schwestern von der Mutter Teresa und Franziskanerinnen)
für die sozialen und pastoralen Aktivitäten.
Es gibt auch eine kleine, aber sehr
qualifizierte Gruppe Jugendlicher, welche gute Veranstaltungen
„Education for Life“ (Erziehung zum Leben) für tausende von
Jugendlichen in und außerhalb von Schulen abhält.
Da
sind vor allem meine Verpflichtungen als Priester, denen ich
mich widmen muss: Ich muss Gott danken, denn ich bin umgeben von
verantwortungsbewussten und wertvollen Mitarbeitern.
Vor allem die 56 Katechisten, die über
tausend Taufbewerber in zweijährigen Kursen auf das christliche
Leben vorbereiten, unterliegen meiner besonderen Verantwortung.
An Ostern dieses Jahr hatten wir große Gruppen von Kindern,
Jugendlichen und Erwachsenen. Insgesamt waren es 511 Personen,
welche die Taufe und die Erstkommunion erhielten, dazu haben 14
Paare die Ehe geschlossen.
Ich könnte Euch noch mehr von anderen
Tätigkeiten erzählen, ich erwähne noch das St. Martins-Projekt,
in dessen ersten Phase eine Kirche gebaut werden soll, in der
zweiten wird dann eine Schule gebaut. Der Bauplan ist fertig.
Das Projekt hat die notwendigen Freigaben von der
Stadtverwaltung bekommen und jetzt - nach unvorgesehenen
Ereignissen und Verzögerungen - sind wir dabei, die Kosten zu
ermitteln.
Mit den Christen aus dem Gebiet von St. Martin
sammeln wir weiterhin zweimal im Monat. Wir hoffen, dass die
Differenz zwischen dem was wir haben und was es kosten wird,
nicht zu groß sein wird. Ich hoffe auf Eure Hilfe.
Das sind einige Neuigkeiten. Ich grüße Euch
mit Zuneigung und in der Gewissheit Eurer Freundschaft.
Euer P. Mario
WEIHNACHTSGRÜSSE AUS KARIOBANGI 2009
Liebe Freunde,
zurück in Kenia und wieder in meinem
„normalen“ Leben, fühle ich mich Lichtjahre entfernt, seit wir
uns in Oberkochen gesehen haben: Gleich nach meiner Ankunft
empfing mich tiefe Finsternis in Kariobangi – wieder einmal kein
Strom, was inzwischen fast der Normalzustand hier ist. Die
größte Schwierigkeit, der ich hier gegenüberstehe ist jedoch,
diese armen Menschen hier leiden zu sehen, die so kämpfen müssen
für ihr bisschen tägliches Brot! Auch wenn es mich so
erschüttert, die Not der Menschen hier zu teilen: Ich wüsste
keinen besseren Ort für mich als Comboni-Missionar.
Die Situation hier vor
Ort verringert jedoch in keinster Weise die Sehnsucht nach Gott.
Stellt Euch vor: letzten Sonntag konnten wir mehr als 850
Katechumenen aufnehmen, die sich
jetzt zwei Jahre auf die Taufe vorbereiten werden. So viele
Kinder und Jugendliche hier in St. Martin, für die ich
verantwortlich bin. Es ist wirklich absolut notwendig, dass wir
hier die neue Kirche bauen. Wir hoffen, Anfang des neuen Jahres
damit beginnen zu können – auch mit Eurer großzügigen Hilfe!
Hier in Kenia sind jetzt die Schulen
geschlossen, das Schuljahr ging zu Ende. Ich weiß nicht, woher
viele unserer Kinder und Jugendlichen nun ihr tägliches Essen
bekommen werden. Nun, da Weihnachten naht, bin ich sicher, dass
Gott für die spirituelle und auch die materielle Solidarität in
den Herzen so vieler Menschen, besonders in Euren, sorgen wird.
Ich kann nur zum wiederholten Male DANKE an
Euch alle sagen, die Ihr teilhabt an meiner Freude, an meinen
Hoffungen und auch an meinem Glauben. Gott segne Euch alle!
Bereitet Euch in dieser Zeit des Advent vor, Sein Geschenk der
Freude und des Friedens und den Mut für den weiteren Lebensweg
zu empfangen. Geheiligte und glückliche Weihnachten und ein
gesegnetes neues Jahr! Meine Gedanken sind bei Euch.
Euer Pater Mario
WEIHNACHTSGRÜSSE NACH KARIOBANGI 2009
Liebe
Freunde in Kariobangi!
Weihnachten steht vor der Tür. Bei uns in Deutschland ist das
ein Fest, das sich vor allem im privaten Bereich der Familie
abspielt.
Aber weil
Weihnachten auch ein Fest ist, das weltweit begangen wird, sind
wir nicht nur auf uns beschränkt, sondern im Gegenteil: wir
wissen uns da verbunden mit vielen Menschen. Und noch wichtiger
ist: gerade weil Gott Mensch geworden ist für alle Völker und
für alle Zeiten, machen wir uns an Weihnachten bewusst, dass wir
zusammen gehören. Das Kind in der Krippe macht uns zu seinen
Schwestern und Brüdern.
Deshalb
sind wir auch dankbar für die Verbindung mit Euch in Kariobangi,
jetzt schon so viele Jahre.
Als neuer
Pfarrer in Oberkochen schätze ich dieses Miteinander sehr. Schön
war auch, dass ich schon so kurz nach meinem Neubeginn hier
Pater Mario begrüßen durfte bei unserem Gemeindefest.
So grüßen
wir Euch ganz herzlich aus Oberkochen und wünschen Gottes Segen
und Freude zum bevorstehenden Weihnachtsfest und für das Neue
Jahr 2010.
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Scheckübergabe an
Pater Mario Porto beim Kirchweihfest 2009
Grußwort von Pater Mario Porto
Oberkochen 17.10.2009
Dear
Christians and Friends of Oberkochen,
We have seen each other last year, but I hope it may not have done
any harm to have seen each other again this year. I have come home
in Europe because my father is going to celebrate his 100th
birthday on 29th October: he has written a letter to my
superiors asking me to be with him on this special occasion, and my
superiors have granted me permission.
But to
you in Oberkochen I come always in the name of the people of
Kariobangi Parish, with whom we pray for you in thanksgiving for all
that you have done for us, and in the hope that our bonds of faith
and generosity may not be broken. I felt the need and I was happy to
have the opportunity of knowing your new Parish Priest, Pater
Andreas Macho: it will be easier to communicate also with him from
Africa.
However,
my presence here was meant to refresh and keep alive your memory
for the people of Kariobangi: without seeing each other, our memory
fades away, and people can become simple works of our imagination. I
am here also praying with you so that our memory may become a
memorial in Christ: with my Christian community of St. Martin we
pray three masses every Sunday, and in each we make memory also of
you, so that your faith, hope and love may never diminish.
I have
seen that the level of our communication and information has
diminished in these 2-3 years: we understand the reasons. But we are
also afraid that this may indicate that the level of our
communion may diminish. If we, Oberkochen and Kariobangi,
are going to diminish our communion and solidarity, we shall all
become poorer, spiritually and materially. We need each other, if we
want to overcome our selfishness and become ever more
“Catholics”, open to the world.
Some of
you are eager to know about the present situations of life in
Kenya.
1. The
Climatic Changes are the most serious cause of problems in Kenya.
The Rainy Seasons are unpredictable,
and the consequences are:
1.
the water
stored in the great basins has
finished;
2.
even in Nairobi,
4 million people, water and electricity are rationed: we have
water one day and night per week– we do not have electricity three
days per week;
3.
industrial-commercial-communication activities
are paralysed;
4.
lack of water
blocks even the small industries or activities, bringing
unemployment where before there was personal and creative
initiative;
5.
hygiene
is more difficult to be kept, and so diseases spread easily:
cholera, malaria, AIDS, respiratory diseases (dust is
everywhere, and we cannot stop breathing it-ecological
disaster), physical weakness and no resistance to diseases;
6.
loss of
agricultural products and especially
of the basic foodstuff;
7.
terrible
increment of prices, especially of food;
8.
lack of grass
has brought death to hundred thousands of livestock among the
pastoralists. This has caused hunger for the people, and loss of
their capital goods, destroying even their culture and way of
living.
9.
children out of
school: many children do not go to school in order to go to look for
water, kilometres far away.
2. School activities:
it is difficult to run institutions
with hundred/thousand people without water; water harvesting is a
must, excavating new underground tanks to preserve water.
3.
Conflicts:
economic for the possession of land/forests;
Tribal-political for the possession of
power;
Social: because the differences between
the few rich & the many poor have
increased, and bring anger to those
who can barely survive, eating once a day,
what they can scarcely afford.
4.
Solidarity:
do not
forget us; do not forget your responsibility as Christians….
Zusammenfassung des englischen
Originaltextes:
Behaltet Kariobangi in Eurem
Bewusstsein!
Anlässlich seines Besuches während unseres diesjährigen
Kirchweihfestes rief uns Pater Mario in seinem Grußwort geradezu
auf, unsere Verbindung zu Kariobangi wach zu halten. So wie während
der drei sonntäglichen Messen in Kariobangi im Gebet unserer
Kirchengemeinde gedacht wird, bittet Pater Mario um unser Gebet und
unsere anhaltende Unterstützung für die Menschen in unserer
Partnergemeinde. Er schildert uns die aktuelle, von großer Not
geprägte Situation vor Ort.
Die
klimatischen Bedingungen in Kenia verursachen die größten Probleme:
Aufgrund des Regenmangels sind die Wasservorräte erschöpft, in der
4-Millionen-Stadt Nairobi werden Wasser und Elektrizität rationiert
(wir erhalten pro Woche 1 Tag und 1 Nacht Wasser, an 3 Tagen der
Wochen haben wir keinen Strom). Der Wassermangel hemmt die kleinen
wie die großen Unternehmen, daraus resultiert eine weiter steigende
Arbeitslosigkeit. Hygienische Mindeststandards können nicht mehr
eingehalten werden und Krankheiten wie Cholera, Malaria, AIDS und
andere verbreiten sich einfach und noch schneller. Agrarprodukte,
besonders die Grundnahrungsmittel sind kaum mehr vorhanden und die
Lebensmittelpreise steigen ins Unermessliche. Da kein Gras mehr
wächst, stirbt das Vieh zu Hunderttausenden. Die Menschen leiden
nicht nur Hunger, sondern sie verlieren auch ihre ganze
Lebensgrundlage; selbst ihre Kultur, ihre Art zu leben, wird
zerstört. Und vor allem auch die sozialen Unterschiede zwischen den
wenigen Reichen und den vielen Armen nehmen zu und sorgen für
steigenden Zorn unter den Menschen, die kaum überleben können, da
sie nicht genügend zu Essen haben. Seinen Dank an unsere
Kirchengemeinde für die große Hilfe beendet Pater Mario mit dem Ruf
: "Bitte vergesst uns nicht, bitte zeigt weiterhin Eure Solidarität,
Eure Verantwortung als Christen".
Ihre MEF-Gruppe
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Spendenübergabe beim
missionarischen Frühschoppen |
Anlässlich des
MISSIO-Sonntags am 26. Oktober 2008 weilte Pater Mario Porto
aus Kariobangi zusammen mit seinen Ellwanger Comboni-Mitbrüdern Pater Josef Schmidpeter und Bruder
Hans Eigner in Oberkochen, um gemeinsam mit unserer
Gemeinde den Gottesdienst zu feiern. Während des
anschließenden missionarischen Frühschoppens im
Edith-Stein-Haus, zu dem MEF-Vorsitzende Johanna Maier
die zahlreich erschienen Gäste begrüßte, konnte Paul
Trittler wieder einmal 10 000 Euro an Pater Mario
überreichen, um damit die große Not in Kariobangi
lindern zu helfen.
Zahlreiche Aktionen
innerhalb der Kirchengemeinde, wie z. B. der
Kirchenverkauf und besonders auch das Kirchweihfest,
aber auch viele Einzelspenden haben diesen Betrag
ermöglicht. Pater Mario erläuterte dankbar die Hilfe,
die mit Oberkochener Unterstützung über viele Jahre in
Kariobangi geleistet werden konnte und weiterhin
geleistet wird.
Zahlreiche Dias
illustrierten den Bericht von Bruder Hans über unsere
Partnergemeinde und zeigten die tägliche Not, aber auch
die Hoffnung der Menschen in Kariobangi, auch mit der
Hilfe aus Oberkochen ihre Situation verbessern zu
können. Denn die Unterstützung ermöglicht nach wie vor
u. a. die Schulspeisung sowie die Schulbildung, die
Alten- und Krankenpflege. So würden rund 400 Menschen
täglich ambulant in der Krankenstation behandelt.
Abschließend versicherte Paul Trittler den Menschen in
Kariobangi auch weiterhin die Hilfe aus Oberkochen.
Erfreulich groß war das
Interesse an den Ausführungen von Bruder Hans Eigener
und Pater Mario Porto im Edith-Stein-Haus. |
Neues aus der Partnergemeinde
Von P. Mario Porto erreichte uns
vor wenigen Tagen eine Nachricht per Mail.
Pater Mario bedauert, dass er aufgrund der entsetzlichen
Verhältnisse in Kariobangi, die wegen der politischen Lage in
Kenia entstanden waren, sich erst jetzt wieder melden kann.
Folgend eine Zusammenfassung seines Briefes, der uns trotz aller
Geschehnisse nicht sprach- und hilflos werden lassen darf!
Liebe Freunde in Oberkochen,
zuallererst will ich mich bei Euch für die fortwährende
herzliche und christliche Zuneigung, Solidarität und
Unterstützung bedanken, die Ihr uns ununterbrochen zukommen
lasst - und ganz besonders auch für Eure Gebete für uns!
Gewalt und Tod haben in besonderem Maße auch unsere Gemeinde in
Kariobangi, in der ich tätig bin, getroffen. Gerade hier, wo
Menschen in einer guten Gemeinschaft von Sprachen und
Abstammungen gelebt haben, hat uns die ganze Macht der Gewalt
getroffen. Gestartet und unterstützt durch jugendliche,
politisch motivierte Gruppen, hat sich die Gewalt zunehmend auch
in Stammesrivalität und schließlich in Kriminalität gewandelt.
Speziell in den paar hundert Metern rund um die Kirche St.
Martin gab es Steinwerfereien, dann Brandbomben (einfache
Colaflaschen gefüllt mit Benzin und dann geworfen), Plündereien;
die halbe Siedlung der Ärmsten wurde niedergebrannt, zahllose
Menschen und Familien sind geflüchtet, ganze Gebäude wurden
ausgeraubt, stehen heute noch leer.
Alle
Bemühungen verschiedenster Gruppen, diese Gewalttäter zu
beruhigen, waren erfolglos. Und so eskalierte diese Situation
bis hin zu Morden an der Bevölkerung.
Ich
selbst stand diesen brutalen Menschen und ihren Opfern von
Angesicht zu Angesicht gegenüber. Ich habe die ganzen
betroffenen Gebiete zu Fuß begangen, um den Menschen Mut
zuzusprechen und weitere Gewalt zu verhindern. Am ersten Tag der
Gewalt, einem Sonntag, konnten wir unsere drei Messen nicht
feiern. Junge und Alte, selbst diejenigen, die zu Ostern hätten
getauft werden sollen, sind überall verstreut und kommen erst
jetzt, nach Wochen, wieder langsam zurück. Jetzt kommen laufend
zahllose Menschen zu uns, um Essen und Kleidung zu erbitten -
sie haben alles verloren! Und doch erleben wir eine große
Hilfsbereitschaft für uns! Aber die Wunden in den Köpfen und
Herzen sind tief. Bis diese wieder verheilt sind - das wird sehr
viel mehr Zeit verlangen, als die Wiederherstellung der Häuser
und Kirchen! Kurz nach Ostern hat es in der St. Martin-Umgebung
ein weiteres Mal gebrannt: mehr als zweihundert Hütten und unser
einfacher Treffpunkt für die Gemeinde wurden zerstört, wir
konnten praktisch nichts retten. Und doch hat die Gemeinde
sofort wieder den Aufbau geplant.
Ich
musste mein erstes Osterfest in dreißig Jahren ohne Taufe und
ohne Erste Heilige Kommunion feiern. Aber wir konnten schon
wieder Messen feiern und viele unserer Gemeindemitglieder sind
wieder da. Und jetzt haben wir unsere Reise wieder aufgenommen
und werden Schritt für Schritt Pfingsten erreichen, das wir auch
am Pfingsttag feiern wollen. Wir schreiten hoffnungsvoll
vorwärts, mit allen Menschen in Kenia.
Ich
bitte Euch wieder: Vergesst uns nicht!, wie auch wir Euch nicht
vergessen und Euch für alles danken, das Ihr für uns tut. Der
hoffnungsvolle Gott wird uns allen helfen. Nochmals: Vielen Dank
für Eure Freundschaft und Eure Solidarität!
Herzlichst Pater Mario
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