Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul Oberkochen

 

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Jahresbericht des 2. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats zum Jahreswechsel 2011/2012

Am Silvesterabend hielt der 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats von St. Peter und Paul, Konrad Werner, im Jahresabschlussgottesdienst Rückblick auf das abgelaufene Jahr.

Er erinnerte an drei entscheidende Themen, die den Kirchengemeinderat beschäftigt haben und die Auswirkungen auf die Kirchengemeinde haben – die Fertigstellung des Kindergartens St. Michael, der grundlegend saniert und mit einer Krippengruppe erweitert worden war, den „Umzug“ des Kirchweihfestes ins Rupert-Mayer-Haus und ungeplante Baumaßnahmen.

Der Betrieb im Kindergarten St. Michael war ja bereits zum Jahresbeginn aufgenommen worden, trotzdem ziehen sich solche Baumaßnahmen länger hin, da einige Fehler oder Mängel erst im laufenden Betrieb auftreten bzw. erkennbar werden. Die Auslastung der Gruppen ist wie bisher gut, trotzdem muss, damit das so bleibt, für den Kindergarten geworben werden, er sollte im positiven Sinn „im Gespräch bleiben“. Die Umsetzung des Rottenburger Kindergartenplans, der in den katholischen Einrichtungen den Orientierungsplan des Landes aufgreift, resultiert nicht nur in neuen Erziehungsrichtlinien, sondern verändert auch die Leitungsstrukturen, vor allem verwaltungstechnisch und forciert die bisher schon geforderte Integration der Einrichtung ins Gemeindeleben.

Der „Umzug“ des Kirchweihfestes ins Rupert-Mayer-Haus, der durch die veränderte Situation bei der Bewirtung ausgelöst worden war, hat sich bewährt. Das Kirchweihfest ist auch im Gemeindezentrum durchführbar. Die Vorbereitung, Verpflegung und Durchführung bleibt – einem so großen Fest entsprechend – aufwändig, aber die Stimmung beim Fest, die natürlich hauptsächlich von den vielen Besuchern, die mit ihrer Gemeinde feiern wollen, getragen wird, war sehr gut und bestärkte die Organisatoren in ihrer Einschätzung, dass ein richtiger Weg eingeschlagen wurde. Als ein Highlight des Festes erwähnte Werner die Verleihung der Verdienstmedaille von St. Peter + Paul an Frau Barbara Adolf. Im Vorgriff auf das neue Jahr erwähnte Werner, dass das 30jährige Jubiläum der Partnerschaft zu der Slumgemeinde Kariobangi in Nairobi ansteht und natürlich beim Kirchweihfest 2012 einen Schwerpunkt setzen wird.

Die ungeplanten Baumaßnahmen wecken positive und negative Assoziationen. Ein Wohnungsbrand zu Anfang des Jahres ist ein Schlag, aufregender ist jedoch die Regulierung und Wiederherstellung, da die Regulierung mit der Versicherung aufwändig und die Koordination der Handwerker in Zeiten der Hochkonjunktur am Bau unsicher und mit Zeitverzögerungen verbunden ist. Trotzdem konnte die Mieterin zum Ende des Jahres die Wohnung endlich wieder beziehen und Werner dankte besonders   Kirchenpflegerin Edeltraut Kieninger und Willy Schönherr als Koordinator der Bauarbeiten für ihre Leistung.

Ein positiver Aspekt, der auch zu einer Baumaßnahme führte, ist die Entsendung eines Vikars nach Oberkochen. Die zwei Zimmer im ehemaligen Schwesternhaus neben dem Pfarrhaus, die längere Zeit von der Sozialstation Aalen als Stützpunkt genutzt worden waren, wurden zu einer Wohnung für den Vikar umgebaut. Pater Raphael ist jetzt seit einigen Monaten in seinen Dienst eingeführt und Werner drückte die Hoffnung aus, dass er sich in Oberkochen wohlfühlen möge.

Eingehend auf das reichhaltige Gemeindeleben in St. Peter + Paul erwähnte Werner besonders die Erstkommunion mit 26 Kindern, die Firmung mit Weihbischof Dr. Johannes Kreidler, der 57 Jugendlichen das Sakrament des Hl. Geistes spendete und drei Weihnachtsgottesdienste, die alle von Gruppierungen der Gemeinde musikalisch gestaltet wurden. Vor allem die Tatsache, dass neben dem Kath. Kirchenchor mit dem Musikverein Stadtkapelle und dem Sängerbund auch nichtkirchliche Vereine solche Aufgaben gerne übernehmen, zeuge von der Integration der Kirchengemeinde in das öffentliche Leben Oberkochens.

Aber nicht nur zu den weltlichen Organisationen, sondern auch zur evangelischen Schwestergemeinde besteht ein inniges Verhältnis. Werner erinnerte in diesem Zusammenhang an die gemeinsame Sitzung der beiden Kirchengemeinderäte in der Kolpinghütte, an ökumenische Veranstaltungen wie Bibelwoche, Weltgebetstag der Frauen und der Kinder und Tag der Schöpfung, die alle einen festen Platz im Jahresablauf der Oberkochener Kirchengemeinden haben. Auch das Café Zuversicht und die Traineeausbildung, deren zweite Phase gerade läuft, dokumentieren dies. So war es für die Katholische Kirchengemeinde ebenso ein großer Einschnitt und eine unangenehme Überraschung, als das Pfarrer-Ehepaar Nuding seinen Abschied aus Oberkochen bekannt gab. Bei der Abschiedsfeier selbst war die Katholische Kirchengemeinde sowohl mit einem Erinnerungsgeschenk als auch bei der Gestaltung der Feier selbstverständlich mit dabei und Werner drückte seinen Wunsch an die Evangelische Kirchengemeinde aus, dass die Vakanz bald beendet sein möge.

Die kirchliche Statistik hielt Werner kurz und verwies für die genauen Zahlen auf die kommende Veröffentlichung in den Kirchlichen Mitteilungen. In Summe setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort, die von einem stetigen leichten Rückgang der Zahl der Gemeindemitglieder und einem Überhang der Beerdigungen gegenüber den Taufen gekennzeichnet ist. Trotzdem oder gerade deshalb werde sich das Gemeindeleben künftig auch ändern müssen. Vieles kann mangels Kapazität nicht im bisherigen Stil aufrechterhalten werden, Neues wird aber entstehen und der Kirchengemeinderat hat sich in einer Klausur bereits zum Beginn des Jahres vorgenommen, diesen Wandlungsprozess zu begleiten. Im Vergleich mit einer bunten Blumenwiese forderte Werner die Gläubigen dazu auf, ihren jeweiligen Teil zur Farbigkeit der Gemeinde beizutragen.

Zum Schluss bleibt der Dank, den Werner ganz besonders an Pfarrer Andreas Macho, Monsignore Paul Fischer und Pater Raphael richtete, die umsichtig und engagiert ihre seelsorgerische Aufgabe wahrnehmen und sich um die Belange der Gemeinde kümmern. Der Pfarramtssekretärin, Frau Rosemarie Gold, und der Kirchenpflegerin, Frau Edeltraut Kieninger, die nicht nur das Tagesgeschäft sehr gut erledigen, sondern auf die vielen unerwarteten und nicht einzuplanenden Ereignisse eingehend, rief Werner ein herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott zu. Am Schluss dieser unvollständigen Liste galt Werners Danksagung all denjenigen, die sich in der Kirchengemeinde, sichtbar oder im Verborgenen, einbringen und nur so die Möglichkeiten schaffen, dass ein Gemeindeleben gelingt. In diesem Sinne wünschte Werner der Gemeinde ein gesegnetes, gutes Neues Jahr.

Josef Distl

 

Kirchliche Statistik St. Peter und Paul 2011

 

2006

2007

2008

2009

2010

2011

Katholiken

3 840

3 767

3 694 

3 611

3 553

3 472

Taufen

36

29

28

28

25

24

Beerdigungen

44

45

51

55

48

49

Trauungen

9

12

11

7

12

6

       davon auswärts

4

8

2

2

7

2

Erstkommunionkinder

48

37

37

24

32

26

Firmlinge

 

54

 

60

 

57

Kirchenaustritte

13

18

14

14

20

23

Neu-/Wiederaufnahmen

2

1

 

1

 

 

Kirchenbesucher

456

363

429

344

322

309

in %

12

10

11,6

9,5

9,1

8,9

Kollekten, gesamt [€]

43 179

45 286

38 911

42 042

42107

36 950*

Sternsinger [€]

13 227

12 880

14 204

14 168

12 364

12 045

nach Kariobangi [€]

15 000

22 000

16 600

15 700

14 000

10 000

Verbl. Kirchenpflege [€]

14 233

15 966

14 442

15 738

13 801

12 234

* inklusive Adveniat

Bericht des Kirchengemeinderats zum Jahreswechsel 2010/2011

Liebe Gemeinde!

Silvester ist für die meisten unter uns ein Tag, an dem wir innehalten, zurückblicken und erwartungsvoll nach vorne schauen. In diesen Zusammenhang möchte ich auch diesen Bericht stellen.

Ich lade Sie ein, innezuhalten und zurückzuschauen – was fällt Ihnen so alles ein?

Die ersten Dinge, dir mir in den Sinn kommen, sind neben familiären Ereignissen Weltthemen, wie Umweltkatastrophen, wie Erdbeben oder Überschwemmungen, die Rettung der 30 Bergleute in Chile, der sehnlichst erwartete und überraschend steile Wirtschaftsaufschwung, die Ohnmacht und enttäuschte Erwartungen der Bürger gegenüber politischen Entscheidungen, wie z. B. die Stuttgart 21 oder dem verschobenen Atomausstieg

und es sind Themen aus unserer Gemeinde, wie Um- und Ausbau des Kindergartens, wer macht was im neuen Kirchengemeinderat.

Ein herausragendes Ereignis im vergangenen Jahr war die Wahl des Kirchengemeinderats am 17. März. Bei einer ordentlichen Wahlbeteiligung gaben Sie durch Ihre Stimme den 14 Mitgliedern Ihr Vertrauen. Halten Sie auch weiterhin Kontakt zu uns Räten, geben Sie Anregungen, diskutieren Sie mit uns anstehende Entscheidungen, seien Sie bitte aber auch geduldig bei Ideen, die - für sich allein betrachtet - schneller entschieden und umgesetzt sein könnten, und seien Sie nachsichtig und verständig für die immer mehrheitlich getroffenen Entscheidungen.

Ich danke bei dieser Gelegenheit nochmals allen Kandidaten für ihre Kandidatur und freue mich, dass sich auch die Nichtgewählten weiterhin aktiv am Gemeindeleben beteiligen.

Ein großer Dank gebührt den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihr Engagement und dem bisherigen 2. Vorsitzenden Paul Trittler, der ein wohlbestelltes Feld hinterlässt.

Die Arbeit des alten und neuen Gremiums wurde im Jahr 2010 vom Um- und Ausbau des Kindergartens geprägt. Doch dazu später mehr.

Man darf feststellen, dass es gelungen ist, den Spagat zwischen drängenden Bauaufgaben und den laufend anfallenden Aufgaben für ein aktives Gemeindeleben zu schaffen.

Erinnern Sie sich noch an den Dankeschönabend für alle hauptamtlichen Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer, an das verregnete Fronleichnamsfest mit dem dennoch gemütlichen Gemeindenachmittag im Christian-Hornberger-Saal, an das herausragende Konzert unseres Kirchenchors zu Beginn des Jahres, das bei einer Reise nach Montebelluna noch zweimal aufgeführt wurde, an ein gut besuchtes Kirchweihfest, an das 50-jährige Jubiläum der Caritaskonferenz oder an die kirchlichen Hochfeste Ostern, Pfingsten, Patrozinium und Weihnachten?

2010 tat sich auch viel Neues:

Initiiert von Pfr. Macho fanden drei Wallfahrten statt, eine Gemeindewallfahrt zum Hohenrechberg, eine Wallfahrt der Seelsorgeeinheit zur Kapelle Maria Eich und eine weitere nach Südtirol. Der Freundeskreis Kongo wurde gegründet und erhielt bereits Besuch vom neu ernannten Bischof Daniel Nlandu Mayi aus Matadi. Oberkochen war eine seiner ersten Auslandsstationen! Dies ehrt uns und zeigt, wie wichtig unsere Unterstützung für die Menschen dort ist. Wir wünschen dem Freundeskreis einen breiten Rückhalt in der Gemeinde und ein segensreiches Wirken zur Unterstützung der Bedürftigen in der Heimatdiözese unseres ehemaligen Pfarrers Jean Lukombo Makwende.

In Zusammenarbeit mit der evangelischen Gemeinde geht das Trainee-Programm für interessierte Jugendliche in eine zweite Runde. In einem einjährigen Ausbildungsprogramm erhalten die Jugendlichen eine Grundausbildung zum Gruppenleiter, einen Rot-Kreuz-Kurs, eine Einführung in die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Jugendarbeit und sie lernen an einem Gemeindeprojekt, was alles von der Idee bis zur Umsetzung zu beachten ist.

Dies ist eine große Chance, engagierten Jugendlichen vor Ort eine gute Grundausbildung zu ermöglichen und Freundschaften mit Gleichgesinnten zu bilden. Ein herzliches Dankeschön sei hier an Pfarrer Bellmann, den Initiator, und sein Team gesagt. Begleitet wird das Trainee-Programm federführend von Claudia Jaumann, sowie unterstützend von Monika Geising und Manuela Mangold.

Eine weitere Chance in der Jugendarbeit bietet sich durch ein Projekt von Patrizia Hausmann, das sie mit Gleichgesinnten startete. Unterstützt wird die Projektgruppe auch durch die Kolpingsfamilie, namentlich durch Herrn Anton Balle. Bitte begleiten Sie solche Initiativen dort, wo möglich durch Ihre Mitarbeit, durch Interesse und mit Ihrem Gebet.

Doch zurück zu unserem größten Projekt, dem Um- und Ausbau des Kindergartens, der nicht nur den Kirchengemeinderat mit vielen Aufgaben gefordert hat, sondern der auch unser Gemeindeleben massiv beeinflusste.

Im Lauf des abgelaufenen Jahres musste der Kirchengemeinderat Ausschreibungen bewerten, Bauvergaben beschließen, Farben und Materialien festlegen, Baumaßnahmen abnehmen, die Beiträge für die neue U3-Gruppe festsetzen und neu geschaffene Stellen besetzen.

All dies bestimmte einen Großteil der Tagesordnung unserer monatlichen Sitzungen, erforderte zusätzlich viele kurzfristig einberufene Sitzungen des Bauausschusses und manchen sehr kurzfristigen Besuch unserer Bauexperten während der Arbeitszeit oder auch nach Feierabend und am Wochenende.

Unser Dank gilt dem Engagement von Willy Schönherr, Rudolf Trittler, Petrus Uhl, Hans-Peter Wolf und Kerstin Minder. Keiner von uns hatte immer Zeit, aber mindestens einer war immer dann zur Stelle, wenn es notwendig war.

Um dem Kindergarten mit dem Rupert-Mayer-Haus ein Ausweichquartier anbieten zu können, mussten Lagerräume gefunden und alle Veranstaltungen verlegt werden. Wir danken hier den betroffenen Gruppen für ihr Verständnis und vor allem der evangelischen Gemeinde für die Bereitschaft, ihre Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Hier war Hans-Peter Wolf die treibende Kraft.

Durch die Nutzung des Christian-Hornberger-Saals ergaben sich neue und bereichernde Kontakte. Dies war zum Beispiel beim Gemeindenachmittag an Fronleichnam zu erleben und zeigte sich auch beim Auftritt unseres Kirchenchors in der evangelischen Kirche am zweiten Advent.

Das Edith-Stein-Haus konnte sich als Veranstaltungsort profilieren. Es wird zukünftig sicherlich stärker als in der Vergangenheit ins Gemeindeleben einbezogen.

Bei einem Umbau fallen immer Dreck, Staub, Lärm und verschiedene Beeinträchtigungen an. Jeder unter uns, der schon einmal einen Umbau in seinem Haus oder in seiner Wohnung durchgeführt hat, kann erahnen, was die Familie Rafalski in den letzten Monaten auszuhalten hatte. Die Familie Rafalski hat sich kaum beklagt, mit Geduld auf Reparaturen gewartet oder die baulichen Anpassungen zum Teil sogar in Eigenregie durchgeführt. Der Familie Rafalski sei dafür ein herzliches und hochachtungsvolles Dankeschön und Vergelt‘s Gott gesagt.

Auch dem Kindergartenteam möchten wir an dieser Stelle danken. Es hat unter erschwerten Umständen einen reibungslosen Ablauf sichergestellt und den Kindern ein gutes Zuhause geboten.

Am 10. Januar wird der Betrieb des Kindergartens St. Michael in den neu gestalteten Räumen, mit einer neuen Gruppe, den unter-3-Jährigen, und mit einem erweiterten Erziehungsteam aufgenommen.

Am 18. Februar soll der Kindergarten eingeweiht werden, am darauffolgenden Sonntag, dem 20. Februar wird dann ein Tag der offenen Tür abgehalten. Schon heute laden wir Sie herzlich dazu ein – lernen Sie unsere Mitarbeiter und die neu gestaltete Einrichtung kennen.

Anstehende Aufgaben rund um den Kindergarten und das Rupert-Mayer-Haus werden noch die Gestaltung der Außenanlagen des Kindergartens, schon lange anstehende Renovierungen des Saals, der Küche und des Krabbelgruppenraums sein.

Es wären sicherlich noch manche sozialen Dienste, Feste oder Veranstaltungen einer Erwähnung wert. Sie alle zeigen von einem reichhaltigen Gemeindeleben, von engagierten Helfern und Kümmerern in unserer Gemeinde. Wir alle nehmen viel zu viel als selbstverständlich wahr und wundern uns erst dann, wenn liebgewordene Dinge hinterfragt werden oder nicht mehr angeboten werden können. Wir danken allen Helfern, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, für ihren hilfreichen Beitrag von A wie Abwaschen oder Aufräumen bis Z wie Zuschließen oder Zusammenarbeiten.

Ein ganz besonderer Dank am Ende dieses Rückblicks gilt Pfarrer Andreas Macho und Monsignore Paul Fischer, die umsichtig und engagiert ihre seelsorgerische Aufgabe wahrnehmen und sich um die Belange der Gemeinde kümmern.

Unermüdlich und weit über dem normalen Engagement bearbeiten Frau Gold und Frau Kieninger das Tagesgeschäft und gehen auf die vielen unerwarteten und nicht einzuplanenden Ereignisse ein. Auch Ihnen ein herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott.

Eine große Hilfe waren uns im abgelaufenen Jahr auch zwei Mitarbeiterinnen aus dem Katholischen Verwaltungszentrum in Aalen, Frau Fröhlich für Verwaltungsaufgaben rund um den Kindergarten und Frau Manteufel bei haushaltstechnischen Belangen.

Liebe Gemeinde, diese Liste könnte beliebig fortgeführt werden und wäre doch nie vollständig. Sollte ich jemand nicht gebührend erwähnt haben, bitte ich dafür um Entschuldigung.

Der Schluss dieser Danksagung gilt den Mitgliedern des Kirchengemeinderats. Offenheit und gegenseitiges Vertrauen prägten unsere Treffen. Ein jeder bringt sich, seine Interessen und seine Fähigkeiten ein und unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten. Dafür gilt unser Dank den Kirchengemeinderäten Matthias Balle, Michaela Brunnhuber, Josef Distl, Monika Geising, Johannes Gutknecht, Claudia Jaumann, Ingrid Lücke, Manuela Mangold, Willy Schönherr, Rudolf Trittler, Petrus Uhl, Hilde Weber und Hans-Peter Wolf.

Liebe Gemeinde, Sie sind es gewohnt, dass in diesem Bericht statistische Daten aufgeführt werden. Ich werde mich dazu kurz fassen und bitte Sie, die entsprechenden Zahlen in den nächsten Veröffentlichungen nachzulesen.

Stand heute haben wir 3553 Katholiken, im abgelaufenen Jahr gab es 25 Taufen und 48 Beerdigungen. 32 Kinder empfingen die erste heilige Kommunion. 20 Mitbürger sind aus der Kirche ausgetreten. Der Gottesdienstbesuch lag an den beiden Zählsonntagen knapp unter 10%.

Das Spendenaufkommen ist mit 56 760 € wieder in einer beachtlichen Größenordnung. Dies zeigt, dass Sie alle Ihren Blick und Ihr Mitgefühl auch auf die Eine-Welt und die Nöte der Menschen richten. Danke!

Anstatt eines durchgängigen Vergleichs der aktuellen Zahlen zum Vorjahr möchte ich heute einen anderen Vergleich anstellen:

1992 hatten wir rund 4537 Katholiken in Oberkochen, heute sind es - Sie haben es eben gehört - 3553, das sind beinahe 1000 Mitbürger oder nicht ganz 25% weniger!

Die zurückgehende Katholikenzahl und ein steigender Altersquerschnitt einerseits sowie steigende soziale Herausforderungen, eine sich rapide verändernde Gesellschaft und steigende Erwartungen sind eine der größten Herausforderung für die Zukunft, der wir uns gemeinsam stellen müssen.

Blicken wir am Jahreswechsel nach vorne, dann werden uns bauliche Themen weiterhin begleiten und die Feste im Jahreskreislauf wollen vorbereitet und gefeiert sein.

Der Kirchengemeinderat wird im Februar bei einer Klausurtagung die Gelegenheit nutzen, die Situation der Gemeinde anzuschauen, Bedürfnisse und mögliche Aktivitäten auszuloten und will sich an den beiden Tagen noch besser kennenlernen.

Eingangs erwähnte ich enttäuschte Erwartungen – Erwartungen, die im Wahlkampf geschürt wurden, die mit neuen Personen verbunden werden und die sich dann im täglichen Leben unter den gegebenen Randbedingungen doch nicht umsetzen lassen. Wir vom neuen Kirchengemeinderat haben wie Sie eigene Hoffnungen, wir spüren erwartungsvolle Blicke, hören Fragen und wollen weder enttäuschen noch enttäuscht werden. Enttäuschungen lassen sich nie vollständig vermeiden, in einem offenen, gemeinsamen und vertrauensvollen Miteinander aber sehr gering halten.

Ich habe in diesem Bericht Neues erwähnt, wir freuen uns über weitere Anregungen aus der Gemeinde zu Jugend- oder Familienarbeit, zu Trauerbegleitung, zum Kirchweihfest oder zur Ökumene. Wir brauchen Ihre Ideen und Anregungen, wir brauchen aber auch Teams, die bereit sind, diese Themen anzugehen und umzusetzen. Wir 14 Kirchengemeinderäte sind zu wenige, um alles selber zu machen. Es ist aber unsere Aufgabe, zu hinterfragen, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen oder für Unterstützung zu sorgen.

In der Werbung heißt es „gemeinsam sind wir stark“, Paulus spricht von „einem Leib mit vielen Gliedern“. Wir haben - wie schon erwähnt - ein reichhaltiges Gemeindeleben, viele helfenden Hände. Wir müssen und wollen uns den Herausforderungen stellen, aber wir alle dürfen uns nicht überfordern.

Wir können die uns gestellten Aufgaben nur gemeinsam meistern und erbitten dazu Gottes Segen sowie ein offenes Ohr und ein weit geöffnetes Auge, um seine Zeichen wahrzunehmen.

Lassen Sie mich mit einem Segensspruch unbekannten Ursprungs enden:

Gott segne Dich,

dass Du dem Morgen mit froher Erwartung entgegen siehst!

Dass Dir aus dem, was Dir bisher an Schönem gelungen ist,

Freude und Kraft für die Zukunft erwächst,

und dass sich in dem, was dir geschenkt wird, deine Sehnsucht erfüllt!

Konrad Werner, 2. Vorsitzender

 

2005

2006

2007

2008

2009

2010

Katholiken

3931

3840

3767

3694 

3611

3553

Taufen

23

36

29

28

33

25

Beerdigungen

44

44

45

51

55

48

Trauungen

9

9

12

11

7

12

       davon auswärts

5

4

8

2

2

7

Erstkommunionkinder

40

48

37

37

24

32

Firmlinge

84

 

54

 

60

 

Kirchenaustritte

13

13

18

14

14

20

Neu-/Wiederaufnahmen

 

2

1

 

1

 

Kirchenbesucher

513

456

363

429

344

322

       in %

13

12

10

11,6

9,5

9,1

Kollekten, gesamt [€]

47 223.-

43 179.-

45 286.-

38 911.-

42 042.-

42 107.-

Sternsinger [€]

14 055.-

13 227.-

12 880.-

14 204.-

14 168.-

12 364.-

nach Kariobangi [€]

13 000.-

15 000.-

22 000.-

16 600.-

15 700.-

14 000.-

Verbl. Kirchenpflege [€]

14 964.-

14 233.-

15 966.-

14 442.-

15 738.-

13 801.-

 

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