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Jahresberichte 2010 und 2011 des
Kirchengemeinderats
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Aus der
Arbeit des Kirchengemeinderats
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Im ersten halben Jahr 2011
hat der Kirchengemeinderat einige Weichen gestellt, die
seine Arbeit in den nächsten Jahren beeinflussen werden. Im
Februar begann die Arbeit mit einer Klausur im Haus
Josefstal in Schrezheim (es wurde berichtet). Fragen der
Gemeindeentwicklung wurden dort besprochen – welche Angebote
der Kath. Kirchengemeinde künftig in Oberkochen ausgebaut
und welche zurückgefahren werden sollten. Das ist nicht
einfach, da vieles wünschenswert ist, aber nur ein Teil
davon geleistet werden kann.
Im März wurde ebenfalls
schon über eine gemeinsame Sitzung mit dem
Kirchengemeinderat der evangelischen Schwestergemeinde
berichtet. Das unkomplizierte Verhältnis im Umgang
miteinander zeigte sich wieder bei der Verabschiedung des
Pfarrerehepaars Nuding am vergangenen Sonntag. Es wird jedes
Mal erneut klar, dass Vertrauen und Geschwisterlichkeit nur
auf der Basis guter persönlicher Kontakte wachsen können.
In den weiteren Monaten
fanden vier Plenarsitzungen und eine Reihe von
Ausschusssitzungen statt, aus denen hier eine Auswahl der
wichtigsten Themen vorgestellt werden soll.
Die Renovierung und
Erweiterung unseres Kindergartens St. Michael dominiert die
Beratungen aus mehreren Gründen. Auf einer derart großen
Baustelle klappt nicht immer alles termingerecht und
optimal. Daher sind noch einige Restarbeiten zu erledigen.
Der Betrieb läuft jedoch bekanntlich seit Anfang des Jahres.
Das Angebot von Mittagessen für die Kinder wird sehr gut
angenommen. Die Krippe, in der 10 Plätze für unter
Dreijährige zur Verfügung stehen, ist noch nicht voll
belegt. Daher werden, nachdem zunächst vorsichtig mit
Kindern, die mindestens zwei Jahre alt sind, begonnen wurde,
mittlerweile auch einjährige Kinder aufgenommen.
Der Kindergarten dominiert
auch die Finanzen der Kath. Kirchengemeinde. Bereits bei der
Planung des Vorhabens war klar, dass die Kirchengemeinde mit
diesem Projekt einen sehr großen „Brocken“ schultern würde
und dass die Haushaltslage auf einige Jahre hinaus ziemlich
angespannt sein würde. Die zeigte sich im Mai in der
Konsequenz bei der Aufstellung des Doppelhaushalts 2011/12.
Für Bauvorhaben sind praktisch keine Reserven mehr
vorhanden, so dass diese in den nächsten Jahren entweder
verschoben oder gestreckt werden müssen. Trotzdem sind die
Haushaltsentwürfe solide geplant und können mit den
Steuerzuweisungen der Diözese ausgeglichen werden. Trotzdem
sind alle aufgerufen, nach Möglichkeiten zu suchen, wie
Ausgaben reduziert werden können. In diesem Zusammenhang
wollen die im Kirchengemeinderat vertretenen Handwerker z.
B. die Wärmedämmung der Kirche überprüfen und
Verbesserungsmöglichkeiten ausschöpfen, um die sehr hohen
Heizkosten für das Gotteshaus zu senken. Bei den täglichen
Aufgaben der Kirchengemeinde muss allerdings noch nicht mehr
als ohnehin üblich gespart bzw. „geknausert“ werden. So
konnte die Vorbereitung zur Firmung am 15. Juli und auch der
Gottesdienst im gewohnten Rahmen stattfinden. Nach
allgemeiner Einschätzung war es auch ein sehr schönes,
festliches Ereignis.
Ein anderes schönes und
festliches Ereignis stellte am 9. Mai die Sternwallfahrt der
Seelsorgeeinheit zur Waldkapelle Maria Eich am Fest der
Ebnater Freude dar, wo die Wallfahrer/innen aus Ebnat,
Waldhausen, Unterkochen und Oberkochen zunächst gemeinsam
beteten und danach noch gemeinsam feierten. Beides gehört ja
bekanntlich zusammen. Nur Seele und Leib zusammen machen den
Menschen aus. Für beide muss gesorgt werden.
Einen ungewöhnlichen
Ausflug unternahm der Kirchengemeinderat am Nachmittag des
16. Juli. Unter der Führung unseres erfahrenen Oberförsters
Reinhold Vogel wurde der Kirchenwald im Bezirk Peterhau, an
der Grenze der Oberkochener Gemarkung nach Aalen hin
gelegen, umrundet bzw. durchquert. So konnten sich alle
Kirchengemeinderäte einen Überblick über diesen Besitz der
Kirchenstiftung verschaffen. Mit großem Interesse wurden
alte Grenzsteine von 1755 betrachtet, die auf der einen
Seite den Himmelsschlüssel des St. Petrus und auf der
anderen Seite die Bischofsmützen der Fürstprobstei Ellwangen
tragen.
Noch nicht ganz
abgeschlossen sind die Beratungen zum Kirchweihfest. Es wird
jedenfalls dieses Jahr nicht in der Dreißentalhalle
stattfinden, da sich niemand finden ließ, der es zu
erträglichen Preisen bewirtschaften will. Der
Kirchengemeinderat will sich aber dadurch nicht irre machen
lassen. Kariobangi braucht nach wie vor unsere Unterstützung
und auch in unserem Gemeindezentrum, dem Rupert-Mayer-Haus,
lassen sich schöne und große Feste feiern.
In diesem Sinne wünscht
der Kirchengemeinderat von St. Peter + Paul, Oberkochen,
allen Gemeindemitgliedern erholsame Ferien und einen
gelungenen Start in die zweite Jahreshälfte.
Josef Distl
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ÖKUMENE
KIRCHENGEMEINDERÄTE zu Gast in der Kolpinghütte
Der Kirchengemeinderat von St. Peter + Paul
hatte am Donnerstag, dem 17.3.2011, die evangelischen Kolleginnen
und Kollegen in die Kolpinghütte eingeladen. Neben den Mitgliedern
der beiden Ratsgremien waren die Pfarrer der beiden Kirchengemeinden
und die Kirchenpflegerinnen anwesend. Nachdem
Pfarrer Andreas Macho alle Anwesenden begrüßt
hatte, erinnerte Johannes Gutknecht im geistlichen Impuls an das
Feuer der Nachfolge Jesu, den Eifer, in seinem Namen eine
Gemeinschaft zu bilden. 2. Vorsitzender Konrad Werner schloss die
Einführung mit dem offiziellen Gebet für die Opfer der
Erdbebenkatastrophe in Japan ab, in dem gemahnt wird, dass der
Mensch nicht alles im Griff haben kann, sondern dass sowohl Natur -
als auch technische Gewalten sehr schnell beherrschend werden
können. Es wird gemahnt, verantwortungsbewusst zu leben,
nachzudenken, aus dem Geschehenen zu lernen.
Nach einer ersten Unterhaltungsphase, die einen
rustikalen Imbiss begleitete, stellten die beiden 2. Vorsitzenden
ihre Gremien und die Kirchengemeinden vor. Konrad Werner hob hervor,
dass nach der Wahl vom März 2010 etwa das halbe Gremium neu im Amt
sei, dass auch die Ära Paul Trittler geendet habe und daher das neue
Gremium eine Phase der Aufgabenfindung hinter sich habe, die mit der
Klausurtagung vor einem Monat im Combonihaus Josefstal bei Ellwangen
noch nicht zu Ende sei. Trotzdem konnte in diesem Jahr der Um- und
Ausbau des Kindergartens St. Michael, den noch der vorige
Kirchengemeinderat in die Wege geleitet hatte, durchgeführt und
abgeschlossen werden. Die Aufzählung weiterer „Baustellen“ in der
Kirchengemeinde beginne mit der Verbesserung der Kontaktaufnahme zu
Neuzugezogenen, der Einführung einer Taufkatechese, der Stärkung der
Jugendarbeit – das Trainee-Programm sei ein erster Schritt in diese
Richtung – der Restrukturierung der Sternsingeraktion und sei mit
der Planung einer Trauer- und Sterbebegleitung noch nicht zu Ende.
Dann gibt es das Kirchweihfest im Oktober, das mit seinen
Veranstaltungen am Samstag und Sonntag einen Stellenwert in der
Gemeinde hat und nicht zuletzt die Ökumene, wo viele Gemeinsamkeiten
im Alltag und im caritativen Bereich vorzufinden sind.
Gerd Reisinger, der 2. Vorsitzende des ev.
Kirchengemeinderates, erwiderte, dass sie vor drei Jahren in einer
ähnlichen Lage gewesen seien, während sich das Gremium jetzt in
einer stabilen Mittelphase der Legislaturperiode befinde. Trotzdem
gibt es Problemzonen, die ebenfalls beim Bauen beginnen – Reisinger
erinnerte an die Renovierung des ev. Friedhofs und an die
bevorstehende Dachsanierung der Versöhnungskirche – und bei der
Kirchenmusik noch nicht aufhören – hierzu hat sich bekanntlich im
vergangenen Jahr der ev. Kirchenchor aufgelöst – wo derzeit eine
gute Kooperation mit der Schwestergemeinde in Königsbronn entsteht.
Die Jugendarbeit sei ebenfalls ganz oben auf der Tagesordnung – die
Jugendlichen kämpfen mit der Zeitknappheit durch das G8 und die
Ganztagsschule, woran sich die Vorbereitung der Konfirmanden und
auch das Trainee-Programm anpassen müssen. In der Ökumene müsse der
gemeinsame Grenzbereich, in dem eine Zusammenarbeit möglich sei,
ausgebaut werden.
Die angerissenen Punkte wurden von den
Anwesenden diskutiert. Es wurde vereinbart, dass die Kirchen bei den
Themen, wo sich mit der Kommune oder den örtlichen Vereinen
Berührungspunkte ergeben, gemeinsam auftreten wollen. Der
Arbeitskreis „Tag der Schöpfung“ wurde gestärkt. Das schon mehrfach
erwähnte Trainee-Programm, wo evangelische und katholische
Jugendliche gemeinsam zu Jugendleitern ausgebildet werden, wurde als
guter Ansatz gesehen, um evt. weitere gemeinsame Jugendaktionen
durchführen zu können. Pfarrer Nuding warnte jedoch zum Schluss noch
davor, vor lauter guten Ideen die vorhandenen Kapazitäten zu
überschreiten.
Mit dem Kanon „Herr bleibe bei uns“ wurde der
„offizielle Teil“ abgeschlossen, aber die Anwesenden führten noch
einige Zeit informelle und private Gespräche weiter, so dass
insgesamt davon gesprochen werden kann, dass sich die beiden Gremien
intensiv ausgetauscht und entsprechend kennengelernt haben.
Josef Distl
Kirchengemeinderat ging in Klausur
Am vergangenen Wochenende, 12./13. Februar
2011, begaben sich der Kirchengemeinderat, die Kirchenpflegerin Frau
Kieninger und die Pfarramtssekretärin Frau
Gold zu den Comboni-Missionaren ins Haus Josefstal
bei Ellwangen unter der Begleitung durch Bruder Hans Eigner in
Klausur. Ab Samstagmorgen berieten die Rätinnen und Räte zusammen
mit Pfarrer Andreas Macho
über pastorale Themen, die in den „normalen“ Sitzungen häufig zu
kurz kommen oder dafür zu umfangreich sind. Problemkreise, wie
Jugend- und Ministrantenarbeit, Taufkatechese, Ökumene wurden
ausführlich besprochen und mit Aktionen und Personen unterlegt.
Bruder Hans gab Impulse und zeigte Situationen
und Aktivitäten in der Oberkochener Partnergemeinde Kariobangi auf.
Am Sonntag feierten Pater Schmidpeter und Pfarrer Macho zusammen die
Hl. Messe. Die Kirchengemeinderäte schätzten neben der Gelegenheit,
sich über die pastoralen Themen auszutauschen die Möglichkeit, sich
noch etwas intensiver kennen zu lernen und vielleicht offener als
bisher aufeinander zugehen zu können. Alle Anwesenden sahen im
Rückblick die erfolgten Begegnungen und Gespräche als nützlich an.
Josef Distl
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Verabschiedung des langjährigen 2. Vorsitzenden Paul
Trittler und Einführung des neuen Kirchengemeinderates
Am vergangenen Sonntag, dem 18. April 2010, fand die Sonntagsmesse in St.
Peter und Paul einen außergewöhnlichen Abschluss.
Pfarrer Andreas Macho erledigte nach dem
Dankgebet zwei Aufgaben, die ihn einerseits mit Wehmut
erfüllten, weil sich ein langjähriger und vertrauter
Mitarbeiter im Weinberg Gottes nun zurückzieht, andererseits
aber auch mit Hoffnung, weil es mit einer neuen Mannschaft
bereits gut voran gegangen war. Gemeint ist einerseits das
Ausscheiden von Paul Trittler aus seinen Ehrenämtern, die er
in der kath. Kirchengemeinde von Oberkochen seit langen
Jahren ausgefüllt hat, andererseits aber der neu
konstituierte Kirchengemeinderat, der sich nach der Wahl im
März in der vergangenen Woche zur ersten Sitzung
zusammengefunden hatte.
Zunächst verlieh Pfarrer Macho an Paul Trittler die Verdienstmedaille der
Kirchengemeinde, verdient durch 45 Amtsjahre im
Kirchengemeinderat bzw. dessen Vorgängerorganisation, die
letzten 29 Jahre als 2. Vorsitzender dieses Gremiums. Wie
viele richtungweisende Entscheidungen in dieser Zeit im
Kirchengemeinderat gefallen sind, die Paul Trittler in die
richtige Richtung gelenkt hat, lässt sich kaum
nachvollziehen. Dazu gehören sowohl ganz praktische Dinge im
Ablauf eines Gemeindelebens, wie Bauvorhaben, die
Überbrückung von Interimszeiten ohne Pfarrer oder die
Organisation von Festen und Feiern, als auch der Blick über
den Rand des Kochertals hinaus, wenn mit der Slumgemeinde
Kariobangi in Nairobi eine Partnerschaft begründet und
aufrecht erhalten wurde, wenn um Unterstützung für andere
Partner in Afrika, in Tansania oder im Kongo, gekämpft
wurde, wenn Oberkochen im Dekanatsrat tatkräftig vertreten
wurde. Überall haben sich in diesen Jahren einschneidende
Veränderungen ergeben, von der Gründung der Seelsorgeeinheit
zusammen mit Unterkochen, Ebnat und Waldhausen, bis zum
Entstehen des Großdekanats Ostalb aus den früher vier
selbständigen Dekanaten, die es im Ostalbkreis gab. Alle
diese Vorgänge hat Paul Trittler nicht nur miterlebt,
sondern mitgestaltet, was nur möglich ist, wenn jemand fest
im Glauben verwurzelt ist.
Auch der neu gewählte 2. Vorsitzende Konrad Werner bedankte sich bei Paul
Trittler für dessen langjährige segensreiche Tätigkeit in
der Kirchengemeinde und verlas ein Begleitschreiben zu einer
Martinusnadel, womit langjährige Mitglieder eines
Kirchengemeinderats beim Ausscheiden geehrt werden und die
er nicht nur Trittler überreichen durfte, sondern auch noch
Thomas Haas, der 20 Jahre dem Gremium angehört hatte, sowie
Agatha Stig und Michael Müller für 15 Jahre Mitarbeit. Die
ausscheidenden Mitglieder, die zwei oder eine Periode im
Weinberg des Herrn mitgearbeitet hatten, Michael Kistner,
Beate Feix und Doris Niederhafner, überraschte Werner mit
Produkten dieses Weinbergs, je einer Flasche Lemberger „St.
Peter und Paul Tierstein“ und Riesling „St. Peter
und Paul
Kapellenberg“.
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Nach dem Abschied kommt der Neuanfang. Und auch dazu gehören in
Oberkochen wieder 14 Kirchengemeinderäte, sechs Frauen und
acht Männer, die sich für die kommenden fünf Jahre in den
Dienst der Kirchengemeinde stellen und sie mitgestalten
wollen. Damit der neue Kirchengemeinderat in der Gemeinde
ein Gesicht bekommt, genauer 14 Gesichter, ließen sich diese
14 Personen sehen und zeigten, dass sie auch aufgrund ihrer
Altersmischung von 22 bis 60 und ihrer Wohnung in Oberkochen
die verschiedenen Facetten der Gemeinde reflektieren.
Beim nachfolgenden Empfang im Edith-Stein-Haus ließ es sich Dekan Dr.
Pius Angstenberger nicht nehmen, persönlich dem
ausscheidenden Paul Trittler für die geleistete
ehrenamtliche Arbeit zu danken und sich auf eine hoffentlich
ebenso erfreuliche Zusammenarbeit mit Konrad Werner und dem
neuen Kirchengemeinderat zu freuen.
Dr. Josef Distl
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