Dankeschön-Abend 2010
Am Donnerstag, 21. Januar 2010, hat die
Kirchengemeinde alle haupt-, neben- und ehrenamtlichen aktiven
Mitarbeiter zum Dankeschönabend ins Rupert-Mayer-Haus
eingeladen. Der Saal war mit nahezu 100 Personen gut gefüllt.
Nach einer musikalischen Einstimmung durch Albert Schwarz am
Saxophon und Tobias Schwarz am Klavier begrüßte der 2.
Vorsitzende Paul Trittler die Anwesenden und bedankte sich für
das zahlreiche Kommen. Auch Pfarrer Andreas Macho freute sich
über die schöne Atmosphäre. Er sah den Abend als Zeichen der
Wertschätzung. Dass so viel Frauen und Männer in der
Kirchengemeinde an einem Strang ziehen zeige, dass die Gemeinde
St. Peter und Paul funktioniert, was auch ihm als neuem Pfarrer
den Einstieg leicht gemacht habe.
Einen Holzschnitt von Sr. Siegmunda May aus
dem Franziskanerinnenkonvent im Kloster Sießen zeigte Pfarrer
Macho als Beispiel und Sinnbild für die funktionierende
Gemeinde. Der Baum, der aus vielen Menschen, ihren Köpfen,
Leibern, Füßen und Händen zusammengesetzt ist und in dessen
Mitte Jesus Christus als Wurzel und alles zusammenhaltender
Stamm steht, symbolisiert das Geben und Nehmen, das Empfangen
und Schenken. Bäume kommen auch in den Gleichnissen Jesu immer
wieder vor. Hier haben sich Menschen von ihm in den Dienst
nehmen lassen, sie empfangen im Austausch ihre Lebenskraft von
ihm. Diese Sicherheit habe es der Kirchengemeinde auch nahe
gelegt und ermöglicht, spontan 1.000 € für die vom Erdbeben
Betroffenen in Haiti zu spenden.
Wertschätzung der Gemeinde soll aber kein
leeres Wort bleiben, sie soll sichtbar werden in der
Verdienstmedaille, die stellvertretend für alle Anwesenden
Mitglieder der Gemeinde verliehen wird, welche sich für lange
Zeit und in besonderem Maß für die Kirchengemeinde eingesetzt
haben. Dies sind in diesem Jahr Frau Gabriele Trittler und
Monsignore Prof. Paul Fischer. Es wäre müßig, alle
Gelegenheiten, Ämter und Aktivitäten aufzuzählen, mit denen Frau
Trittler in der Vergangenheit der Kirchengemeinde gedient hat.
Das fing schon in ihrer Jugend in ihrer Heimatgemeinde
Wasseralfingen an, wo sie als Jugendleiterin den Einstieg fand
und hörte in Oberkochen nicht auf, als sie vor kurzem die
Leitung der Caritaskonferenz in jüngere Hände legte. Auch ihr
Singen im Kirchenchor, wo sie immer noch mitwirkt, gehört dazu,
wie Pfarrer Macho erst kürzlich bei der Feier ihres 70.
Geburtstages erfahren durfte. So ehre er ganz besonders gerne
einen so lebendigen Baustein im Haus der Kirche.
Auch der zweite zu Ehrende sei ein
Oberkochener „Urgestein“. Monsignore Prof. Paul Fischer war zwar
viele Jahre in der Landeshauptstadt als Lehrer und Schuldekan,
zuletzt gar als Leiter des Dekanats Stuttgart Mitte mit
schwierigen Aufgaben betraut, hat aber während der gesamten Zeit
seine heimatlichen Wurzeln nicht gekappt und unterstützt seit
seiner Pensionierung in seiner Heimatgemeinde die Pastoral nach
Kräften. Auch diese Unterstützung eines „alten Hasen“, der sogar
noch praktisch in Sicht- und Rufweite zum Pfarrhaus wohnt,
schätze der Pfarrer sehr, auch wenn Prof. Fischer zur Zeit viel
in Unterkochen sei, um dem erkrankten Pfarrer Knoblauch beiseite
zu stehen. Nun ist ja Rom bereits auf Prof. Fischer aufmerksam
geworden und hat ihm den Ehrentitel Monsignore verliehen. Etwas
„Höheres“ könne die Gemeinde natürlich nicht bieten. So tut sie,
was in ihren Möglichkeiten steht und verleiht die
Verdienstmedaille.
Monsignore Prof. Fischer und Gabriele
Trittler bedankten sich für ihre Ehrungen und betonten, dass es
ohne die vielen heute nicht namentlich genannten Helferinnen und
Helfer auch ihnen nicht möglich gewesen wäre, ihre Dienste so
gewinnbringend für die Kirchengemeinde auszuüben, dass sie sich
aber auch daher besonders mit der Gemeinde freuen, wenn
derartige Ehrungen möglich sind.
Zum Abschluss des „offiziellen“ Teils
bedankte sich der 2. Vorsitzende noch - stellvertretend für
alle, die den Abend in der Form möglich gemacht hatten - bei
Edeltraud Kieninger, Hilde Weber und Brigitte Hug.
Im weiteren Verlauf des Abends ergaben sich
noch viele gute Gespräche zwischen den Anwesenden und
Möglichkeiten zum Gedankenaustausch auch mit Personen, die sonst
eher still ihren Dienst verrichten, wurden wahrgenommen.
Dr. Josef Distl
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